Shakespeare Investigated

Veröffentlichungen der Shakespeare Fellowship, 1922-1936

 

Die Veröffentlichung von J. Thomas Looneys Entdeckung im Jahr 1920, dass Edward de Vere, 17. Earl of Oxford, der Autor hinter dem Pseudonym „William Shakespeare“ war, löste eine neue Welle des wissenschaftlichen Interesses an der Frage der Shakespeare-Autorenschaft aus. Gelehrte, die von J. T. Looneys bahnbrechender Arbeit inspiriert waren, machten eine erstaunliche Entdeckung nach der anderen:

  • das Datum, wann die Werke geschrieben wurden (fünfzehn Jahre früher als angenommen)
  • das erste Publikum (gebildete Höflinge am Hof von Königin Elizabeth statt auf der öffentlichen Bühne)
  • das soziale Umfeld, in dem die Werke standen. Die Stücke waren in einer Zeit großer nationaler Spannungen und Not geschrieben worden (aufgrund des andauernden anglo-spanischen Krieges).

Über diese und viele andere Entdeckungen wurde in mehr als 300 Artikeln berichtet, die von der Shakespeare Fellowship veröffentlicht wurden, einer Organisation, die 1922 von Col. Bernard R. Ward gegründet wurde, um die Erforschung der Frage der Urheberschaft zu fördern. Doch diese Arbeiten gingen im Laufe der Geschichte fast verloren; nur sehr wenige wurden jemals nachgedruckt – bis jetzt.

Shakespeare Investigated enthält den vollständigen Text von 335 Arbeiten, die ursprünglich zwischen 1922 und 1936 veröffentlicht wurden. Sie sind zum ersten Mal für Wissenschaftler zugänglich und berichten nicht nur wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse angekündigt wurden, sondern erzählen auch die Geschichte der Untersuchungen, die zu ihnen führten. Diese Sammlung füllt eine wichtige Lücke in unserem Verständnis der wissenschaftlichen Arbeit zur Frage der Shakespeare-Autorschaft indem sie zeigt, wie breit gefächert und vielfältig die Untersuchungslinien der Forscher waren, und dokumentiert, wie Gelehrte ihre Überzeugungen und Interpretationen änderten, als neue Informationen ans Licht kamen.